Dropbox inkl. Verschlüsselung

Hinweis: Dieser Artikel ist älter als zwei Jahre (letzte Änderung: 2. April 2012) und evtl. nicht mehr aktuell.

Für alle die Dropbox noch nicht kennen … Dropbox ist einer der größten Cloud-Anbieter für Speicherplatz (momentan kostenloser Standard 2 GB). Vorteil einer Web-Cloud: Alle Dateien (Musik, Bilder, Videos, Dokumente etc.) die dort abgelegt sind können von überall abgerufen/gespeichert werden, sei es über die Desktop-Anwendung oder über die Internetseite. D.h. egal wo ihr seid, ihr habt die Ordner und Dateien immer synchron. Außerdem lassen sich Ordner und/oder Dateien über die Freigabe-Optionen (shared folders) mit Freunden oder Bekannten teilen. Auch einen „öffentlichen“ Ordner (Link Weitergabe) bietet Dropbox.

Dropbox hält neben der Webanwendung sowohl eine Desktop-Andwendung als auch Apps für die gängigen Smartphone OS (Apple, Android, Blackberry) bereit. Also wie bereits geschrieben: „egal wo ihr seid, ihr habt die Ordner und Dateien immer synchron“ :-D

Wie oben schon erwähnt, Dropbox kommt momentan kostenlos mit 2 GB Speicherplatz. Jeweis 250 MB gibt es für jeden neu geworbenen Dropbox User zusätzlich (in beide Richtungen). Das ganze kann dann bis auf max. 8 GB wachsen. Weiterer Speicherplatz kann natürlich erworben werden (z. B. 50 GB für momentan 10 €/Mon.).
Also falls ihr direkt mit 2,25 GB anfangen wollt:

  1. 2,25 GB Dropbox
  2. 2,25 GB Dropbox

Zum Thema Sicherheit – und somit kommen wir bald auch zur Verschlüsselung – der Datenaustausch findet über SSL (https) statt. Dropbox selber gibt an, dass durch Kombination des Passwortes und AES-256 verschlüsselt wird.

Wem das für ganz geheime Dateien nicht reicht, der kann mit TrueCrypt verschlüsseln, womit wir beim eigentlichen Thema wären. Zu erst einmal benötigen wir also eine Dropbox (Links s. o.) und eine aktuelle Version von TrueCrypt.

Nach der Installation von TrueCrypt muss die „TrueCrypt.exe“ gestartet werden. Mit einem Klick auf „Volume erstellen“ geht’s dann richtig los:

„Eine verschlüsselte Containerdatei erstellen“

Containerdatei

„Standard TrueCrypt-Volumen“

Volumen-Typ

„Volumen Speicherort“ wählen: Speicherort auswählen und beliebige Bezeichnung des Containers eingeben

Speicherort

„Verschlüsselungseinstellungen“ kann AES gewählt werden

Verschlüsselung

„Volumen-Größe“ ist jedem selbst überlassen

Volumen-Größe

„Kennwort“ (selbstredend)

Volumen-Kennwort

„Volumen-Format“: FAT oder NTFS

Volumen-Format

Beenden

Beenden

Somit ist die eigentliche Arbeit getan. Schaut bitte noch unter „Einstellungen“ -> „Voreinstellungen“ ob der Haken bei „Änderungszeiten von Containerdatei erhalten“ gesetzt ist. Falls nicht, bitte anhaken, sonst würde immer die gesamte Containerdatei synchronisiert werden (hoher Traffic!).

Jetzt muss nur noch die Containerdatei, die sich hoffentlich schon im synchronisierten Dropbox Ordner befindet (falls nicht -> dorthin verschieben), eingebunden werden. Ist quasy selbsterklärend:

„Datei…“ auswählen

Dateiauswahl

„Einbinden“

Einbinden

Kennwort eingeben

Kennwort eingeben

Und schon seit ihr im verschlüsselten Ordner. Hier könnt ihr Ordner und Dateien bis zur, unter Punkt 5, selbst festgelegten Größe ablegen.

Zum Schluss ganz WICHTIG: Nachdem ihr mit ablegen fertig seid und den Ordner wieder geschlossen habt, müsst ihr in TrueCrypt den Ordner wieder trennen. Erst dann wird mit der Dropbox synchronisiert. Also vor dem Beenden von TrueCrypt: „Alle trennen“ anklicken.

Leider hat das ganze auch einen Haken, die Containerdatei lässt sich natürlich von unterwegs über die Smartphone-Apps nicht entschlüsseln. So ist man mit TrueCrypt doch wieder an lokale Rechner mit installiertem TrueCrypt gebunden.

Aber auch dafür gibt es Alternativen, wie z.B. den Dienst von http://www.boxcryptor.com/. Die Software sorgt für eine On-the-fly-Verschlüsselung, d. h. BoxCryptor entschlüsselt (auch -AES-256) die Dateien beim Lesen in Echtzeit, sodass sie sich wie unverschlüsselte Dateien nutzen lassen. BoxCryptor muss lediglich zusätzlich zu Dropbox installiert werden. Danach legt man ein Passwort und den zu verschlüsselnden Dropbox Ordner fest.
Vorteil ist halt die Mobilität, denn dafür gibt es wieder Smartphone-Apps. Außerdem ist man an keine Containergröße gebunden.
Nachteil ist eine Beschränkung auf 2 GB, danach kostet BoxCryptor momentan ab 30 Euro.

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Artikel Informationen

  • Erstellt am Montag, 2. Januar 2012 um 22:00 (Letzte Änderungen 2. April 2012, 11:08) und abgelegt unter Android mit den Tags: , , , , , ,
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Bernd

Eine weitere Alternative ist unsere neue Lösung Cloudfogger (http://cloudfogger.com), die beide Vorteile vereint, sie ist 1. dateibasiert und 2. für Privatanwender komplett kostenlos, auch für Volumen über 2 GB.